Was ist Kryonik?

Der Begriff Kryonik (abgeleitet von dem altgriechischen Wort kryos = kalt) dient als zentraler Begriff einer wissenschaftlichen Disziplin, welche alle Methoden und Technologien umfasst, um einen Menschen in den kryonischen Kälteschlaf zu bringen und ihn bis zu seiner zukünftigen Reanimation in dem Zustand zu halten. Die Kryokonservierung darf derzeit nur an juristisch toten Patienten ausgeübt werden. Mit der Technologie wird der Sterbeprozess zum Stillstand gebracht, zukünftig nach der Reanimation sogar wieder umgekehrt.


Kryonik ist nicht der Glaube, dass Tote wiederbelebt werden, sondern die wissenschaftlich begründete Überzeugung, dass niemand wirklich tot ist, bis der Informationsgehalt des Gehirns verloren gegangen ist. Wenn der Tod eines organisch kranken Menschen nach dem aktuellen Stand der Medizin unvermeidbar ist, werden in der Zukunft ausreichend wissenschaftliche Grundlagen und Erkenntnisse zur Verfügung stehen, einem Menschen ein Weiterleben zu ermöglichen.

Sind Kryonauten tot?

Kryonauten sind aus heutiger Sicht juristisch tot. Der Tod ist hierbei eher ein Prozess, als ein Ereignis. Eine Prognose des Todes kann nicht als Diagnose dienen. 



Die ersten Minuten des klinischen Todes sind reversibel, auch bereits heute mit den zur Verfügung stehenden medizinischen Hilfsmitteln. Es gibt also gute Gründe zu glauben, dass dieses Fenster in der Zukunft mit der zur Verfügung stehenden Technologie weiter ausgebaut werden kann.


Kryonik ist von der Überzeugung getragen, dass der Mensch erst mit dem Gehirntot auch wirklich gestorben ist - also erst wenn der Informationsgehalt des Gehirns endgültig verloren gegangen ist.  Kryoniker sind der Auffassung, dass bei der Verglasung des Gehirns und der Erhaltung bei extrem niedrige Temperaturen, das komplette Absterben des Gehirns auf unbestimmte Zeit verhindert werden kann. 

 

Die Reanimation wird zu einem Zeitpunkt in der Zukunft erfolgen, wenn auf medizinischem Wege die Ursache(n) für die eigentlich tödliche Verletzung oder Erkrankung wieder behoben werden kann. Bis die Umkehrung des Prozesses der Kryokonservierung einsetzt, kann demnach eine unbestimmte Zeit vergehen. Aber das heißt nicht, dass ein Kryonaut gestorben ist. Das Leben wird angehalten und unter den richtigen Bedingungen weitergeführt.

Ist ein Kryonaut schon einmal wiederbelebt worden?

Es wurde bislang kein Mensch aus dem kryonischen Kälteschlaf wiederbelebt. Dies gelang aber bei Tieren und Pflanzen oder menschlichen Körperteilen und Zellen. Die Kenntnisse aus dieser Forschung gilt es künftig auf den Menschen zu übertragen. Bei der weiteren Entwicklung der Technologien des NBIC Zeitalters ist es laut unserer Auffassung lediglich eine Frage der Zeit, bis sämtliche Techniken zur Wiederherstellung des Kryonauten beherrscht werden.

Kann ich kryokonserviert werden, bevor ich juristisch tot bin?

Prof. Toma hatte öffentlich diesen Wunsch geäußert - mittlerweile verstorben und Cryo-Patient Nr. 109 bei der Alcor Life Extension Foundation. Nach geltenden Recht müssen Kryonauten juristisch tot sein. Unabhängig vom Wunsch der Person ist eine Kryokonservierung an lebenden Menschen ein Verbrechen. Der juristische Tod muss eingetreten sein, erst dann kann das Kryokonservierungsverfahren beginnen.

Wie hoch sind die Kosten für eine Kryokonservierung?

Kryonik ist eine Spitzentechnologie, die Spitzenressourcen in der Forschung & Entwicklung erfordert.

Der Kryonaut soll nicht nur kryokonserviert werden, sondern es soll entscheidend für seine Wiederkehr geforscht und entwickelt werden. Unser Programm schließt eine umfangreiche Forschung & Entwicklung ein. Die Investitionshöhe ist bei Interesse mit der Leitung des Silur Instituts zu besprechen.

Wann wird der Kryonaut wiederbelebt?

Die NBIC Wissenschaften stellen nach Aussagen heute lebender Wissenschaftler eine Wiederbelebung der Kryonauten mehr als nur in Aussicht. Den Zeitraum können wir aus heutiger Sicht nicht genau bestimmen. Im Zeitspektrum von 40 bis 90 Jahren ist damit zu rechnen. Wenn es länger dauern sollte, nimmt der Kryonaut keinen Schaden, da er sich auf einer Zeitreise im Tieftemperaturbereich befindet. Für jeden Kryonauten wird die Wiederbelebung erst dann eingeleitet, wenn es sicher ist, dass die dazu erforderlichen Technologien zur Verfügung stehen.

Wer wird den Kryonauten wiederbeleben?

Das Silur Institut ist für die Reanimation und die Festlegung des Zeitpunktes zuständig. Es muss sichergestellt sein, dass die Technologien der Zukunft die Wiederbelebung des Kryonauten leisten sowie die Ursachen des Ablebens beheben können. Bei Zweifel wird gewartet. Das heißt, es werden keine Experimente an den Kryonauten vorgenommen. Gegebenenfalls wird der Kälteschlaf verlängert. Der Impuls, dass ein Kryonaut reanimiert wird, soll von der 100%igen Gewissheit getragen werden, dass der Wiedereintritt ins Leben erfolgreich ist.

Können mit Hilfe der "Kryonik-Zeitmaschine" die Kryonauten unsterblich werden?

Ja - mit Einschränkung. Wir haben das Zeitalter der technischen Revolution hinter uns gelassen und sind auf den Weg in das nächste Zeitalter, dem Zeitalter der NBIC (siehe Erklärung). Die Krönung dieses Zeitalters wird die Trennung der Biologie von der Zeit sein. Es ist aus heutiger Sicht nicht möglich, den Kryonauten in der Zukunft vor unvorhersehbaren Außeneinwirkungen zu schützen. Die Unsterblichkeit ist also hier ins Verhältnis zu setzen. Ein (kleines) Restrisiko bleibt. Wer stirbt, ohne die zeitnahe kryonische Konservierung, wird diese Option auch verlieren.

 

Fragekomplex 1        Fragekomplex 2        Fragekomplex 3        Kryonik & Prominente        nach oben

Das Projekt Silur 99 mit einer Spende unterstützen: Spende

Unsere Kontaktdaten